Vortrag "Antifaschismus und Gesellschaft"
Antifa ist für viele eine Sache der Praxis: Man will etwas tun gegen Nazis und Faschisten, gerade in Zeiten, wo die AfD selbst bundesweit dabei ist, stärkste Kraft zu werden. Es ist "Zeit zu handeln" - aber was genau soll man eigentlich tun? Wer sich die Geschichte der Antifaschistischen Aktion anschaut, der wird in ihr keine Erfolgsgeschichte erkennen können. Sicher, es gab eine Reihe eindrucksvoller Aktionen, und dahinter eine viel weniger auffällige tägliche Praxis. Aber trotzdem haben heute Faschisten wieder eine immense gesellschaftliche Bedeutung erlangt. Wer das verstehen will, kommt um eine Beschäftigung mit der Gesellschaft nicht herum. Denn nur so lässt sich verstehen, warum Faschisten zu Faschisten werden und was der Faschismus eigentlich ist. Im Vortrag befassen wir uns mit dem Verhältnis von Theorie und Praxis, der Frage, was eine gesellschaftliche Selbstbewegung ist, und einem kurzen Einblick, was den Faschismus abseits seiner historischen Ausgestaltung eigentlich ausmacht.
Für den Vortrag sind Genoss*innen der Gruppe alea zu Gast. alea ist eine antifaschistische autonome Gruppe aus Leipzig. Texte und Weiteres finden sich unter alea-le.org.
Am Samstag, 28.02. 19 Uhr in der neuen Alten VHS (Engeltalstraße 4).
Organisiert von der Liste undogmatischer Student*innen (LUST).